Heringsdorf in neuem Gewand

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Der Platz des Friedens soll zu einem attraktiven Bereich umgestaltet werden.

Blick von der Promenade auf die auffällige Glaskonstruktion, die das öffentliche Ortszentrum überwölben soll.

Öffentliche Plätze, Einzelhandel, Hotel, medizinische Einrichtungen und exklusive Lofts sollen dem Seebad ein neues Gesicht geben.
Heringsdorf (OZ) – Heringsdorfs Ortsmitte soll ab 2011 ein neues Bild erhalten. Die alten, noch aus den DDR-Jahren stammenden Gebäude sollen modernen Neubauten weichen. „Mit der Umgestaltung wird ein erheblicher städtebaulicher Missstand beseitigt“, erklärt Herbert Dzial, geschäftsführender Gesellschafter der für die Neugestaltung zuständigen HD Projektentwicklungs GmbH.

„Die alte Bebauung liegt wie ein trennender Riegel zwischen Ort und Strandpromenade. Unser Neubaukonzept sieht hingegen vor, ein für Bevölkerung und Touristen offenes, attraktives Ortszentrum zu schaffen.“ Die Gemeinde Heringsdorf hat in ihrem städtebaulichen Leitbild die Aufwertung des Ortszentrums beschlossen. Die Aufwertung soll dem Seebad eine angemessene und repräsentative Innenstadt geben. Dazu gehört neben einer modernen Architektur auch die Öffnung des gesamten Areals für Bewohner und Touristen. Zukünftig wird das Zentrum von Heringsdorf ein Ort der Begegnung sein: Die Hälfte der Grundstücksfläche ist für öffentliche Nutzungen vorgesehen.

Der Friedensplatz und der Kulmplatz werden zu attraktiven Stadtplätzen umgestaltet. Hinzu kommt der „Walfisch“ genannte Aufenthalts- und Flanierbereich: Unter einer Glasdecke kann auch bei schlechtem Wetter eingekauft werden. Eine neue Tiefgarage mit öffentlichen Stellplätzen befreit die Ortsmitte von störendem Autoverkehr und zugeparkten Wegen.

Das Architekturkonzept wird von Generalplaner und Architekt Thomas Hübener (Zeidler Partnership Architekten) entwickelt. In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern wurde eine zeitgenössische Architektursprache gewählt, die mit der Bautradition der Seebäder kommuniziert. Höhepunkte sind eine Glaskonstruktion, die den öffentlichen Stadtplatz überwölbt, sowie ein im obersten Stockwerk des neuen Hotels liegendes, verglastes Schwimmbad.

Die Bauausführung erfolgt voraussichtlich in zwei Abschnitten. Zuerst werden Einzelhandelsflächen, medizinische und Gewerbeflächen errichtet. Im zweiten Bauabschnitt entstehen weitere Einzelhandelsflächen, ein Hotel und moderne Loftgebäude. Insgesamt entstehen 17 500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche.

Die Finanzierung des Projekts ist gesichert. Investor ist die „HD Projektentwicklungs GmbH & Co. Projektentwicklung Heringsdorf — Strandpromenade (Usedom) KG“. Insgesamt werden 53 Millionen Euro in die Neugestaltung des Ortszentrums von Heringsdorf investiert. Die Projektverantwortlichen streben den Baustart im Frühjahr 2011 und die Fertigstellung Ende 2013 an. Der Investor reicht die Projektunterlagen derzeit beim Landkreis zur Prüfung ein, da eine Baugenehmigung nach Beschluss des B-Plans 23 durch die Gemeindevertretung zügig erteilt werden soll.
LENNART PLOTTKE Ostseezeitung 16.07.10

Sommer und Strand!

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Die Lage der Strandresidenzen mal aus einer anderen Perspektive!

Ostseezeitung vom 9. Juli 2010

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Das schmalste Haus!

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In 5 Wochen ziehen wir um! Das schmale Haus mit dem exklusiven Angebot!

Inselhafen könnte im Meer entstehen

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Zur Machbarkeit eines maritim- touristischen Gewerbegebietes vor der Seebrücke Heringsdorf gibt‘s bald qualifizierte Auskünfte.
Heringsdorf (OZ) – Ende Mai soll sie vorliegen — die umfangreiche wie detaillierte „Machbarkeitsstudie für ein maritim-touristisches Gewerbegebiet in den Kaiserbädern“. Der Untertitel des darin analysierten Projektes trägt den vielversprechenden Namen „Inselhafen Heringsdorf“. Und genau darum geht es.

Die mit der Studie von der Kaiserbäder Tourismus Service GmbH (KTS), eine hundertprozentige Tochter der Gemeinde Heringsdorf, beauftragte Firma hält sich mit Auskünften noch zurück. Dem Auftraggeber loyal gegenüberstehend, kündigte Peter Dörnfeld, Geschäftsführer der media mare consulting GmbH in Berlin an, Ende dieses Monats konkreter zu werden. Denn dann soll das Untersuchungsmaterial schriftlich vorliegen. „Mehr hab‘ ich im Moment nicht zu sagen, haben Sie bitte Verständnis dafür“, so der Firmenchef.

Auch Bürgermeister Klaus Kottwittenborg zögert noch mit klaren Angaben. „Vor allem, weil mir noch wichtige Signale zur Finanzierung des Vorhabens fehlen“, sagt das Ortsoberhaupt und meint damit ausstehende Gespräche im Schweriner Wirtschaftsministerium. Allerdings könne er sich gut vorstellen, dass es eine „ordentliche Förderung“ gebe. „Ohne dies bleibt alles doch nur ein Wunschtraum“, meint Kottwittenborg. Auf der Insel kursierende Gerüchte von einem „Klein Dubai“ vor der Seebrücke weisen jedoch Dörnfeld wie Kottwittenborg weit von sich.

Tatsächlich geht es nach OZ-Informationen nicht um einen Strandhafen (Zerschneidung des Strandes, Sedimentbewegungen), sondern um ein Inselhafenbauwerk, das sich etwa 800 bis 1000 Meter von der Uferlinie aus entfernt in der See und vor der Seebrücke befinden könnte und ungefähr 250 Booten das Anlegen ermöglicht. Dort herrscht eine Wassertiefe von knapp zehn Metern, könnten in Senkkastenbauweise Molen von insgesamt knapp 1400 Metern Länge und 16,5 Metern Höhe als Stahlbau errichtet werden.

Summa summarum ergäbe sich daraus de facto eine Verlängerung der Seebrücke von 500 auf 800 Meter. Auf halber Distanz zum Hafenbauwerk könnte eine Plattform entstehen, und parallel zur Fußgängerbrücke (wie bisher) ist eine Standseilbahntrasse mit zwei Zwischenstationen (am Pavillon und an der neuen Plattform) denkbar. Sie würde für den Transport von Gütern und Personen konzipiert, der Antrieb erfolgte per Elektromotor. Ein Waggon (Tempo etwa 36 km/h) würde 100 Personen Platz bieten. Start und Ziel wäre neben der Seebrückenpassage und auf dem Hafenvorplatz.

Derweil betont Kottwittenborg, das die Studie auf einen Gemeinderatsbeschluss zurückgeht. Natürlich sei noch nicht absehbar, ob ein Vorhaben „Inselhafen“ mehrheitsfähig sei. Auf jeden Fall habe jedoch eine Vorabstimmung mit etlichen Ämtern ergeben, dass es offenbar keine Gründe gebe, die das Projekt von vornherein „unmöglich“ machen würden.
STEFFEN ADLER – Ostseezeitung vom 10.05.2010

Vorverkauf für Fluglinien nach Usedom gut angelaufen

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Acht Urlaubsfluglinien zur Insel Usedom gibt es in diesem Jahr — so viele wie nie zuvor. Der Vorverkauf für das am 1. Mai startende Angebot ist sehr gut angelaufen, und die UTG wirbt kräftig weiter.
Insel Usedom (OZ) – Mit einem Werbeetat im hohen fünfstelligen Bereich hat die Usedom Tourismus GmbH (UTG) die heiße Phase des diesjährigen Marketings für Urlaubsflüge nach Heringsdorf eingeläutet. Geschäftsführer Bert Balke: „Jetzt machen wir in den wichtigen Märkten nochmal richtig Betrieb.“ Die ersten Zahlen für das Fluggeschäft 2010 sind vielversprechend: „Mitte April 2009 hatten wir erst 150 Flugtickets über unsere Kanäle verkauft. Zum gleichen Zeitraum in diesem Jahr sind es bereits 800“, betont Balke. Die Zielstellung, in dieser Saison über 1000 Feriengäste per Flieger auf die Insel zu holen, werde der Inselvermarkter damit auf jeden Fall erreichen.

Auch die Arbeitsgemeinschaft der Usedomer Hoteliers, die selbst Ticktes anbieten, bestätigt den Trend. Sprecher Thilo Naumann: „Wir haben schon 1500 Tickets verkauft, zweieinhalb mal so viel wie zur gleichen Zeit 2009. Das heißt, dass wir dieses Jahr deutlich über die geplanten 2020 verkauften Tickets kommen.“ Um den Absatz weiter zu fördern, hat die UTG vier „Doppel-Promotion-Veranstaltungen“ geplant, bei denen die „Neugewinnung von Laufkundschaft“ und ein Aktionstag für bestehende Kunden und „Multiplikatoren“ kombiniert werden. Am vergangenen Wochenende startete man in Frankfurt im Main-Taunus-Einkaufszentrum, das laut Balke zahlungskräftige Klientel anspricht. Ein wichtiger Faktor, da die Urlaubsflüge zur Insel (Hin- und Rück) immerhin noch mit Preisen um 300 Euro zu Buche schlagen. Ausklingen ließen die Werber das Gastspiel in Hessen mit einer Präsentation im Hotel Frankfurter Hof. Weiter geht es mit ähnlicher Struktur an den kommenden Wochenenden in Köln, Düsseldorf und München.

Am 2. Mai lädt die Usedom Tourismus GmbH zum großen klassischen Konzert nach Wiesbaden, wo das Fluggeschäft ebenso beworben wird, wie bei zwei geplanten „Expedientenreisen“, zu denen noch im April Reisebüroleiter aus dem Bereich Frankfurt und der Schweiz auf Usedom über das Flugangebot informiert werden. Eines ist Balke dabei besonders wichtig: Es handele sich zwar um erklärte Marketingveranstaltungen für die Ferienflieger. Gleichzeitig profitiere aber die Insel insgesamt. Denn viele Urlauber würden so überhaupt erst auf das Ferienziel aufmerksam und reisten dann vielleicht auch auf anderem Wege — per Auto oder Bahn — an.

Ab 1. Mai wird es insgesamt acht feste Verbindungen per Ferienflieger zur Insel geben. Air Berlin startet mit Flügen aus Düsseldorf, Dortmund und Stuttgart. Die Ostfriesische Lufttransport GmbH (OLT) folgt ab 8. Mai gestaffelt mit Linien aus Frankfurt, Köln, Bremen, München und Zürich.
ALEXANDER LOEW (Ostseezeitung v. 20.04.2010)

Neues zwischen Ahlbeck und Swinemünde

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Löcknitz/Stettin (dpa/mv) – In der deutsch-polnischen Grenzregion sollen neun touristische und kulturelle Vorhaben im Wert von rund 32 Millionen Euro umgesetzt werden. Das haben die Woiwodschaft Stettin und die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern jetzt genehmigt, teilte die Kommunalgemeinschaft Pomerania am Montag in Löcknitz mit. Zu den Projekten gehöre eine vier Kilometer lange Promenade zwischen Heringsdorf und Swinemünde (Swinoujscie) mit einer Aussichtsplattform an der Grenze. Zudem sollen kombinierte Rad- und Wasserwanderrouten erschlossen und zwei Museen in Neubrandenburg und Stargard bei Stettin (Stargard Szczecinski) erweitert werden.

Ostseezeitung von 30.03.10

Reiselust der Deutschen beflügelt Immobilienmarkt

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Rügen, Usedom, Fischland-Darß-Zingst: Jede Region hat ihren Charme. Gekauft wird überall – und auch Investoren mischen mit

Kathrin Lange blickt von ihrem Schreibtisch aus direkt auf die Ostsee. Die Geschäftsführerin des Engel & Völkers Büros in Binz auf Rügen ist zufrieden: „2009 war ein sehr gutes Jahr. Wir sind praktisch leer gekauft.“ Lange spricht von Ferienwohnungen, 50 bis 70 Quadratmeter groß, in der Kategorie gute zentrale Lage. Die Nachfrage nach diesen Domizilen sei ungebrochen. Auf dem Markt für Objekte um die 250 000 Euro brummt es. Doch das Angebot ist begrenzt.

Dabei wollen die Käufer, meist erholungsbedürftige Großstädter aus Berlin, Hamburg, dem Kölner Raum und Frankfurt, nicht unbedingt immer in die bekannten Seebäder wie Binz auf Rügen oder Ahlbek auf Usedom. Auch die natürliche Umgebung auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist beliebt, genau wie die Mecklenburger Seenplatte. Fast jeder Ort hat einen Trumpf im Ärmel: Kühlungsborn mit einem nagelneuen Yachthafen, das Familienparadies Boltenhagen, Warnemünde mit seiner Nähe zu Rostock und Lübeck. Kathrin Lange: „Entlang der Küste wurde in den letzten Jahren kräftig in die historischen Gebäude und die Infrastruktur investiert. Neben dem Wassersport ist die Ostseeküste inzwischen auch ein Dorado für Golfer.“

Im Jahr 2009 registrierte der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern 28,5 Millionen Übernachtungen. „Das ist absoluter Rekord“, lächelt Tobias Woitendorf vom Verband, „eine Million mehr Touristen als im Vorjahr.“ Dieser Andrang habe sicher auch mit der Wirtschaftskrise zu tun und dem dadurch veränderten Reiseverhalten der Deutschen. „Aber es spricht auch für die Qualität der Angebote an der Ostsee.“

Immer mehr Reiselustige entdecken die Ostseeküste zwischen Lübeck und Graal-Müritz neu, und auch der Immobilienmarkt wird dadurch beflügelt. Trotz der starken Nachfrage bewegen sich die Preise für Ferienimmobilien im Vergleich zu Sylt im „normalen“ Bereich. „Der Quadratmeter in einer Ferienwohnung an der Strandpromenade in Binz kostet je nach Ausstattung 4000 bis 7000 Euro. In Sellin 3000 bis 4600 Euro“, sagt Kathrin Lange. So bieten die Makler zum Beispiel eine 60 Quadratmeter große Zwei-Zimmer-Dachgeschosswohnung in Binz für 300 000 Euro an. Alleinstehende Häuser sind Mangelware, weil strenge Umwelt- und Bauvorschriften ein zügelloses Baggern und Bauen verhindern. Lange: „Häuser kosten in mittlerer Lage zwischen 250 000 und 400 000 Euro. In Toplage liegt die obere Grenze bei 1,5 Millionen Euro.“ Auch solche Objekte hat Kathrin Lange in petto: eine unter Denkmalschutz stehende Villa zum Beispiel, 500 Quadratmeter Wohnfläche mit Meerblick, eigenem Strand und Waldfläche. Kosten: 1,55 Millionen Euro.

Frank Winkler von Maritimus Immobilien lebt seit zwei Jahren in Graal-Müritz. „Die Region hat sehr durch die neue Autobahn 20 gewonnen. Man ist jetzt innerhalb von zwei Stunden aus Berlin an der See, aus Hamburg noch schneller.“ Hinzu komme, dass durch die Finanzkrise Immobilien als Anlageform wiederentdeckt würden. Aber auch Familien fragen immer häufiger nach einer erschwinglichen Wohnung. „Für 120 000 Euro bekommt man schon ein hübsches Objekt“, sagt Winkler. Auch er bestätigt, „dass wir einen guten Sommer hatten.“ Hierfür sei nicht zuletzt auch der Komfort verantwortlich, den inzwischen alle Ostseebäder böten. „Egal ob Döner oder Hummer, Sie finden hier für jeden Geschmack etwas.“

Auch Investoren haben die Region inzwischen für sich entdeckt. Beispiel: die Kristensen Group aus Dänemark. Nach zweijähriger Bautätigkeit hat der skandinavische Investor die Ferienanlage „Strandpark Graal-Müritz“ eröffnet. Die Kristensen Group Deutschland ist vom Potenzial der Küstenregion überzeugt und realisierte mit dem „Strandpark“ ihr viertes Projekt an der Ostsee. 12 Millionen Euro betrug das Investitionsvolumen. Nun stehen auf einem 16 000 Quadratmeter großen Areal 70 Apartments in direkter Strandnähe. Die Wohnungen werden in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten mit einer Fläche von 52 bis 116 Quadratmetern angeboten. Kosten: Zwischen 94 000 und 250 000 Euro. „Wir haben bereits über 55 Prozent der Appartments in Graal-Müritz verkauft“, sagt Gordon Gorski, Vertriebsleiter bei der Kristensen Group Deutschland.

Doch auch im Binnenland sind in den vergangenen Jahren attraktive Ferienanlagen entstanden. Etwa an den Seen im Norden Brandenburgs und in Mecklenburg-Vorpommern, in Orten wie Rheinsberg, Müritz oder Malchin. Naturliebhaber werden entlang der Peene forschen – aber den Tipp vermutlich nicht weiter verraten.

Anja Steinbuch/Klaus D. Voss

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 27.03.2010)

Seebrücke erhält neues Gesicht…

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Aus eins mach drei: Das Dach über der Mittelplattform hat jetzt zwei Geschwister bekommen. Zu Pfingsten sollen die neuen Läden auf der Heringsdorfer Seebrücke fertiggestellt sein.
Heringsdorf (OZ) – Es ist unübersehbar: Die Arbeiten an der Heringsdorfer Seebrücke gehen mit großen Schritten voran. Auf der Mittelplattform haben sich in den vergangenen Tagen zu dem bereits vorhandenen Dach zwei weitere dazugesellt. „Trotz des eisigen Wetters bin ich mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden“, sagt Friedrich Münzel, geschäftsführender Gesellschafter der Seebrücken GbR.

„Die Leute sind schon sehr fleißig.“ Ziel ist, dass Einheimische und Urlauber auf der Mittelplattform zwischen Brückenkopf und Festlandsbau zur Sommersaison ihrer Shopping-Lust frönen können (die OZ berichtete). Neun neue Ladeneinheiten werden entstehen. „Und die sind bereits alle vermietet“, freut sich Münzel. Der Schwerpunkt liege auf dem Verkauf von Textilien, aber auch Schuhe sowie Bernsteinschmuck und Geschenkartikel gehören zum Angebot.

Nachdem Anfang Februar zusätzliche Stahlträger zur Verstärkung unter die Mittelplattform angebracht wurden, veränderte die Seebrücke in den vergangenen Wochen zusehends ihr Gesicht: Neue Stahlgerüste, erste Dachkonstruktionen — „und jetzt beginnen wir dort mit den Zinkarbeiten“, so Münzel. Zeitgleich werde die Außenfassade in Angriff genommen sowie der Fußboden verlegt.

Bei der Gestaltung habe man sich an den gegebenen Verhältnissen orientiert: „Ein Dach war ja schon da. Wir wollten die bestehende Optik aufnehmen und diese quasi links und rechts spiegeln“, erklärt Münzel. Im Innenbereich werden die Läden mit einer transparenten Glasfassade zum Gang ausgestattet, um eine offene Atmosphäre zu schaffen: „Zum Teil erhalten die Geschäfte auch großflächige Fenster nach außen, damit die Leute auch einen Blick auf die Ostsee und den Strand werfen können.“ Der geschäftsführende Gesellschafter der Seebrücken GbR verspricht sich durch die Umbaumaßnahmen einen weiteren Attraktivitätsgewinn: „Wo sonst kann man schon direkt über der Ostsee einkaufen?“ Bei allem Für — es gibt auch ein Wider: „Ich finde es ein bisschen schade, dass wir hier jetzt keinen freien Blick mehr nach links und rechts haben“, meint Inge Rubow. Für die 72-jährige Potsdamerin wären die Bänke auf der Mittelplattform ideal zum Verschnaufen gewesen. „Ach was, dann gehen wir eben ein paar Meter weiter“, winkt Ehemann Heinz ab. Die Seebrücke sei so lang — „da kann sie ein paar Läden noch gut vertragen.“

Trotz der widrigen Witterungsverhältnisse ist der geplante Eröffnungstermin für Münzel nach wie vor realistisch: „Ich bin zuversichtlich, dass zu Pfingsten alles fertig ist.“
LENNART PLOTTKE – Ostseezeitung vom 10.03.10

Usedom bleibt Urlaubsregion Nummer eins

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Knapp 45 Prozent Bettenauslastung: Mehr als vier Millionen Übernachtungen bescherten der Insel auch 2009 einen Spitzenplatz in MV.
Insel Usedom (OZ) – Gute Nachrichten von der Usedom Tourismus GmbH (UTG): Die Vier-Millionen-Marke wurde bei den gewerblichen Übernachtungen auf der Insel Usedom im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge überschritten. Mit insgesamt 4 198 906 Übernachtungen konnte gegenüber 2008 eine geringfügige Steigerung von 0,2 Prozent erreicht werden.

Noch erfreulicher: Betrachtet man die Auslastung angebotener Betten, nimmt Usedom im Vergleich zu anderen Ferienregionen weiterhin die Spitzenposition in MV ein. Mit 44,8 Prozent (Vorjahr: 44,1) schlägt Deutschlands nordöstlichste Insel etwa Rügen/Hiddensee (39,2) oder die Mecklenburgische Ostseeküste (43,8). Landesweit liege die durchschnittliche Auslastung bei 40,8 Prozent, so die UTG.

Während die „Übernachtungen aus dem Ausland“ auf niedrigem Niveau um insgesamt 6,3 Prozent zurückgegangen seien, hätten deutlich mehr Gäste aus der Schweiz den Weg an die Pommersche Bucht gefunden. Dank der bestehenden Direktflugverbindung von Zürich nach Heringsdorf wurden 9418 gewerbliche Übernachtungen gezählt — eine Steigerung um 18,4 Prozent. Insgesamt seien im vergangenen Kalenderjahr 35 Prozent der ausländischen Gästeübernachtungen durch die „Eidgenossen“ getätigt worden.

Auch bei der Zimmervermittlung verzeichnete die UTG 2009 ein positives Ergebnis: Etwa 45 000 Gästen konnte ein Feriendomizil auf der Insel vermittelt werden — dies bedeute ein Buchungsumsatz von knapp 7 500 000 Euro. Die eifrigsten Bucher kamen dabei wieder aus Berlin, Sachsen und Brandenburg.

Positiv sei auch die dem Fluggeschäft zuzuordnende Steigerung des Buchungsanteiles aus dem süddeutschen Raum. Nach gutem Start zu Beginn des Jahres sei ab Ende Januar eine wetterbedingte Flaute zu verzeichnen gewesen, teilte die UTG mit. So hätte man zwar im Vergleich zum Vorjahr mehr Buchungen für die Sommermonate generiert, aufgrund der Witterungsverhältnisse jedoch auf viele kurzfristige Buchungen im ersten Quartal verzichten müssen.

Gute Resonanz verzeichnet die UTG auch beim Gastgeberkatalog und der Flugreisen-Broschüre: Seit Erscheinen des Kataloges im November 2009 seien im Vergleich zum Vorjahr bereits 5300

Exemplare mehr versendet worden. Die im Dezember erstmalig erschienene Broschüre „Flugreisen auf die Sonneninsel“ wurde bereits 12400 Mal an Buchungskunden und Usedom-Interessierte versendet.

Am stärksten sei dabei die Nachfrage in den Regionen Frankfurt und Stuttgart, gefolgt von Düsseldorf. Auch die Buchungszahlen für von der UTG angebotene Pauschalreisen können sich sehen lassen: Im Januar und Februar wurden knapp 500 Flugtickets verkauft — im gleichen Zeitraum 2009 konnten lediglich 89 Ticketverkäufe generiert werden.
LENNART PLOTTKE